Interdisziplinäre Zentrale Notaufnahme

Die interdisziplinären zentralen Notaufnahme des EvK Castrop-Rauxel ist auf die Erstversorgung medizinischer Notfälle aller Art spezialisiert. Hier werden über 17.000 Patienten pro Jahr notfallmedizinisch versorgt – eine Teamleistung 365 Tage im Jahr 24 Stunden lang.

Die initiale Versorgung der Notfallpatienten werden durch das Team der Zentralen Notaufnahme sichergestellt. Anhand der Ersteinschätzung wird die Behandlungsdringlichkeit jedes Notfallpatienten festgelegt. Die weitere Versorgung erfolgt anhand von standardisierten prozessen durch abgestimmte SOPs mit den Fachabteilungen und sichert eine hohe Versorgungsqualität.

Die Zentrale Notaufnahme ist aktuell mit 1 Schockraum und 6 Behandlungs- und Überwachungsplätzen ausgestattet. Um auch zukünftig die Notfallversorgung auf hohem Niveau sicherstellen zu können, ist bereits ein Neubau in Planung.

Leitung

Ärztlicher Leiterin

Dr. med. Julia Anna Droste
Fachärztin für Anästhesiologie mit den Zusatzbezeichnungen Notfallmedizin, Schmerztherapie, Intensivmedizin und Palliativmedizin

Pflegeleitung

Alena Saß B.A.
Fachgesundheits- und -krankenpflegerin für Notfallpflege, ATCN

Team

Die Versorgung der Patienten in der Notfallmedizin basiert auf einer engen Teamarbeit.
Das Team der Zentralen Notaufnahme im EvK Castrop-Rauxel besteht aus 24 Pflegekräften mit unterschiedlichen Qualifikationen und Schwerpunkten, die in der Notfallbehandlung geschult sind.    
Mit dem Ziel die Diagnostik und Therapie aller Notfallpatienten zu optimieren, erfolgt eine enge Zusammenarbeit und Verzahnung mit allen Fachabteilungen (Innere Medizin, Unfallchirurgie, Viszeralchirurgie, Neurologie, Geriatrie und Gynäkologie.

Was tun im Notfall?

In lebensbedrohlichen Fällen rufen Sie sofort den Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112.

Teilen Sie der Leitstelle mit:

WER ruft an?
WAS ist passiert?
WO ist es passiert?
WIE VIELE Kranke oder Verletzte?
WARTEN auf Rückfragen durch die Leitstelle.

Dann sofort Erste Hilfe leisten.

Den hausärztlichen Notdienst erreichen Sie unter der Rufnummer 116 117.
Die Nummer gilt in ganz Deutschland, sie funktioniert ohne Vorwahl und ist kostenfrei.

Patienteninformation

Wenn möglich und vorhanden, bringen Sie zur notfallmäßigen Aufnahme bitte folgende Unterlagen mit:

  • Krankenversicherungskarte
  • ggf. Zuzahlungsbefreiung
  • Personalausweis
  • aktueller Medikamentenplan
  • Allergie-, Marcumar-, Schrittmacherausweis
  • Einweisungspapiere Ihres Haus- oder Facharztes
  • frühere Arztbriefe
  • Vorbefunde
  • Patientenverfügung

Behandlungsablauf

In der Notaufnahme gilt es zuallererst, den Patienten bei vitaler Bedrohung zu stabilisieren und die schlimmsten Symptome zu lindern. Diese Aufgabe übernimmt das Team um einen Notfallmediziner.

Da Patienten häufig mit unterschiedlich schweren Erkrankungen/Verletzungen zeitgleich eintreffen, erfolgt eine Ersteinschätzung nach medizinischen Kriterien. Die Reihenfolge der Behandlung erfolgt also nicht aus der Reihenfolge des Eintreffens, sondern nach der Dringlichkeit der Behandlung.
In der Notaufnahme in Castrop-Rauxel stehen 6 Behandlungsplätze und ein Schockraum zur Verfügung. Hier werden Sie an die Überwachung aufgenommen und die Untersuchungen und Behandlungen begonnen.
Stellt sich heraus, dass eine stationäre Behandlung notwendig ist, werden Sie auf die entsprechende Station begleitet. Bei ambulanter Weiterbehandlung erhalten Sie einen Arztbrief, gegebenenfalls auch Hilfsmittel wie Unterarmgehstützen oder Verbände zur Ruhigstellung. Bitte stellen Sie sich mit diesen Unterlagen bei Ihrem Haus- oder weiterbehandelnden Arzt vor.

Wartezeit

Die Zentrale Notaufnahme wird häufig zeitgleich von Patienten fußläufig oder über den Rettungsdienst aufgesucht. Die Reihenfolge der Behandlung richtet sich nach der medizinischen Dringlichkeit. Daraus ergeben sich für einzelne Patienten unterschiedliche Wartezeiten. Zudem müssen diagnostische Werte, wie Blutergebnisse, Röntgenbilder oder Computertomographien erhoben und ausgewertet werden. Dies braucht seine Zeit und dauert mitunter mehrere Stunden.
Wir bitten um ihr Verständnis und um Geduld, wir sind aber selbstverständlich bemüht, Ihre Wartezeit so kurz wie möglich zu halten.

Informationen für Ärzte

Notfallpatienten können Sie jederzeit telefonisch unter 02305.102-0 bei uns anmelden. Wir können so am besten eine schnelle und effiziente Akutversorgung sicherstellen und die weitere Behandlung in unserer Klinik bereits vorab planen.

Eine elektive Behandlung von Patienten ist in der Interdisziplinären Zentralen Notaufnahme leider nicht möglich. Hier möchten wir Sie herzlich bitten, einen ambulanten Termin über das Sekretariat der entsprechenden Klinik zu vereinbaren.

Weiterbildungsermächtigung "Klinische Notfall- und Akutmedizin"

Unter Moderation der Bundesärztekammer haben sich die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensivmedizin und Notfallmedizin (DIVI) und die Deutsche Gesellschaft Interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA) auf einen Antrag für die Zusatzweiterbildung „Klinische Notfall- und Akutmedizin“ für die (Muster-)Weiterbildungsordnung verständigt. Dieser gemeinsame Schritt sei, so die Präsidenten der beiden Gesellschaften, die Konsequenz aus der stürmischen Entwicklung der Klinischen Notfall- und Akutmedizin mit Einrichtung zahlreicher interdisziplinärer Notaufnahmen an Kliniken in den vergangenen Jahren. Mit der Kombination von Kernausbildungszeit in der Notaufnahme und zu erfüllenden klinischen Voraussetzungen wie Intensiv- und präklinische Notfallmedizin folgt der deutsche Vorschlag dem Curriculum Notfallmedizin der Europäischen Gesellschaft für Notfallmedizin.

Für den Erwerb der Zusatzweiterbildung ist die Facharztweiterbildung in einem der großen Fächer mit hohem Anteil an Notfallpatienten erforderlich. Erwerben können die Zusatzweiterbildung Anästhesisten, Allgemeinmediziner, Chirurgen, Internisten, Neurologen, Neurochirurgen sowie Pädiater. Die Zusatzweiterbildung erfordert die ganztägige, vollzeitige Tätigkeit in einer interdisziplinären Notaufnahme über zwei Jahre. Davon kann ein halbes Jahr während der Weiterbildungszeit in dem jeweiligen Gebiet erbracht werden. Eingangsvoraussetzungen für den Erwerb der Zusatzweiterbildung sind zudem die bestehende Zusatzbezeichnung „Notfallmedizin“ und zusätzlich ein halbes Jahr Tätigkeit auf einer Intensivstation.
 
Notfallmedizin: Verständigung über Zusatzweiterbildung
Quelle:  Dtsch Arztebl 2016; 113(15): A-694 / B-586 / C-578 Gerst, Thomas
 
Die Zusatzbezeichnung „Klinische Notfall- und Akutmedizin“ wird voraussichtlich ab 2020 in den einzelnen kassenärztlichen Vereinigungen implementiert werden.

Weiterbildung "Notfallmedizin"

Laut WO Der Ärztekammer Westfalen Lippe umfasst die Zusatzweiterbildung Notfallmedizin „die Erkennung drohender oder eingetretener Notfallsituationen und die Behandlung von Notfällen sowie die Wiederherstellung und Aufrechterhaltung akut bedrohter Vitalfunktionen.“
Am EvK Castrop-Rauxel kann die Zusatzbezeichnung erworben werden. Das NEF ist zwei Wochen  im Monat 24 stündig am Standort einsatzbereit.

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