Therapie ist dritte Säule im Behandlungskonzept
Nadine Meyer leitet Therapie-Team am EvK Castrop-Rauxel
Möglichst fit und rasch wieder ins häusliche Umfeld zu kommen, ist der größte Wunsch aller Patientinnen und Patienten im Krankenhaus. Neben einer guten pflegerischen Versorgung und der richtigen medizinischen Behandlung spielt die Therapie eine wichtige Rolle. Ob Sprachtherapie, Physiotherapie oder Ergotherapie, sie alle arbeiten gemeinsam mit den Kranken daran, dass der Körper so viel wie möglich von seiner alten Funktionstüchtigkeit zurückgewinnt. Koordiniert wird das Therapie-Team von Nadine Meyer, die seit eineinhalb Jahren diese Aufgabe am Evangelischen Krankenhaus Castrop-Rauxel wahrnimmt.
„Wer ins Krankenhaus kommt, dem ist häufig gar nicht klar, wie präsent wir Therapeutinnen und Therapeuten mittlerweile im Klinikalltag sind“, stellt Nadine Meyer fest. So wissen die wenigsten Menschen, dass nicht nur das medizinische und pflegerische Team an 365 Tagen im Jahr im Einsatz ist, sondern auch die Therapeutinnen und Therapeuten. Die Kranken müssen mobilisiert werden, Bewegungsabläufe in einem bestimmten Takt kontinuierlich trainiert werden, Bettlägerige brauchen therapeutische Unterstützung, um die Muskulatur auch in dieser Situation noch geschmeidig zu halten.
Es ist ein rund 50-köpfiges Team, das am EvK Castrop-Rauxel im Einsatz ist. Ob Geriatrie, Neurologie, Unfallchirurgie und Chirurgie, Innere Medizin, Frauenklinik oder Psychiatrie, in allen Fachbereichen wird die Unterstützung der Therapeut*innen benötigt. Die Zusammenarbeit mit den medizinischen und pflegerischen Teams ist eng, da für jede Berufsgruppe das Wissen der jeweils anderen wichtig ist, um gemeinsam ein optimales Behandlungsergebnis für die Patient*innen zu erreichen.
Neben der stationären Betreuung hat mit den Jahren auch der ambulante Bereich immer mehr an Bedeutung gewonnen. „Das bedeutet für uns natürlich noch mehr Koordination und Organisation“, stellt Nadine Meyer fest. Doch diese Aufgaben lassen sich in einem erweiterten Team gut auffangen.
Das ist besonders für Nadine Meyer eine große Erleichterung, da sie sich dadurch stärker den Herausforderungen widmen kann, die die Entwicklung im Gesundheitssystem auch für das therapeutische Team im EvK bedeuten. Da geht es z.B. um die Digitalisierung des Krankenhausalltags oder die Vernetzung der Teams zwischen den vier Standorten der Krankenhausgemeinschaft. Doch während viele Menschen Unbekanntes mit Sorge betrachten, löst es bei ihr eher freudige Neugier aus. Das zeigt auch ihr eigener beruflicher Werdegang, der sie aus dem Ruhrgebiet für acht Jahre in die Schweiz, im Anschluss nach St. Peter Ording und weiter in die Sportklinik Hellersen geführt hat. Zurück im Ruhrgebiet genießt sie es, auch hier gemeinsam mit ihrem Team neue Ideen entwickeln und gestalten zu können.
