17.06.2020 11:08

ZNA besteht Bewährungsprobe in Corona-Zeiten

Eigene ärztliche Leitung und geänderte Strukturen


Dr. Julia Anna Droste (r.) mit der pflegerischen Leitung Alena Saß

„Der steigende Andrang in der Notaufnahme des EvK hat uns dazu veranlasst, neue Strukturen zu schaffen, um unseren Patienten eine möglichst hohe Behandlungsqualität zu bieten und ihnen unnötige Wartezeiten zu ersparen“, sagt Gerhard Glock, Verwaltungsdirektor am Evangelischen Krankenhaus Castrop-Rauxel. „Diese neuen Strukturen haben sich auch in Corona-Zeiten bewähren.“ Eine zentrale Rolle bei der Neuorganisation spielt Dr. Julia Anna Droste. Sie ist seit Oktober 2019 ärztliche Leiterin für den Bereich Notfallmedizin, eine Funktion, die am EvK neu eingerichtet wurde.

Die Fachärztin  für Anästhesie mit Zusatzbezeichnung Notfallmedizin, Schmerztherapie, Intensivmedizin und Palliativmedizin ist seit 2008 im Rettungsdienst als Notärztin aktiv und seit 5 Jahren am EvK im Ärzteteam der Anästhesiologie tätig. Notfallversorgung bedeutet, als Erstes den Patienten zu stabilisieren und die schlimmsten Symptome zu lindern. Danach besitzt der Notfallmediziner eine ähnliche Lotsenfunktion wie der Hausarzt und sorgt dafür, dass der Patient innerhalb kürzester Zeit in die richtige Fachabteilung kommt zur weiteren Diagnostik und Behandlung. Hier bietet das EvK optimale Versorgungsbedingungen für jeden Notfall: vom Unfallopfer über akute Entzündungssituationen bis hin zum neurologischen Notfall, wie z.B. einem Schlaganfall.

Wichtigste Aufgabe für Dr. Julia Anna Droste war es, Organisationsstrukturen zu schaffen mit dem Ziel, die bestmögliche Versorgung der Patienten innerhalb eines möglichst kleinen Zeitfensters zu schaffen. Dazu gehört u.a. die Optimierung der Übergabe des Patienten durch den Rettungsdienst an das Team der Notaufnahme. Hier bieten z.B. Signal-Buzzer, die bei Polytrauma im Schockraum eingesetzt werden, eine zusätzliche akustische Orientierung. Aber auch alle weiteren Prozesse nach Eintreffen der Patienten erfolgen nach einem präzise vorgegebenen Ablauf.

Über 17.000 Patienten wurden 2019 in der ZNA des EvK behandelt. „Eine absolute Team-Leistung“, wie die ärztliche Leiterin betont. Das beginnt bei der engen Zusammenarbeit mit den Pflegekräften, die alle eine entsprechende Zusatzqualifikation besitzen. Gerade in Corona-Zeiten, die besondere Sicherheitsvorkehrungen erfordern, ist bei der Verlegung von Patienten in den richtigen Bereich ein professioneller Überblick gefragt.

Der hohe Stellenwert der Zentralen Notaufnahme am EvK  spiegelt sich auch darin wieder, dass ein Neubau in Planung ist, um für eine Vergrößerung des bisherigen Raumangebots zu sorgen. Zur Zeit stehen ein Schockraum, ein Gipsraum, zwei chirurgische Räume, vier internistische bzw. neurologische Räume und ein Raum für psychiatrische Patienten zur Verfügung. Für Isolationsfälle können drei Räume genutzt werden.




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