27.11.2018 13:54

Als der Bergbau Castrop-Rauxel prägte

Stadtansichten - 40 Jahre Krankenhausgalerie am EvK


Klaus Michael Lehmann

Die Jubiläumsausstellung der Krankenhausgalerie im Evangelischen Krankenhaus Castrop-Rauxel ließen sich die Kunstfreunde nicht entgehen: Klaus Michael Lehmann hatte zur 220. Ausstellung im 40. Jahr der Krankenhausgalerie eingeladen und alle kamen. Ob Verwaltungsdirektoren oder treue Ausstellungsbesucher, sie alle ließen es sich nicht nehmen, Klaus Michael Lehmann zu diesem Jubiläum, das für ihn als Initiator und Organisator auch ein persönliches Jubiläum war, zu gratulieren.

Nach einer Würdigung durch den Theologischen Direktor der Ev. Krankenhausgemeinschaft Pfarrer Frank Obenlüneschloß, nahm Klaus Michael Lehmann die Gäste mit auf eine Reise in die stadtgeschichtliche Vergangenheit Castrop-Rauxels. Das Schließen der letzten Zeche im Ruhrgebiet hatte KML zu der Fotoausstellung mit dem Titel "Als der Bergbau Castrop-Rauxel prägte - Stadtansichten" angeregt.

116 Jahre dauerte die Bergbauzeit im heutigen Castrop-Rauxel. Es begann 1866 mit der Zeche Erin und endete auch mit dieser Zeche 1983. Zwischenzeitlich entstanden die Zechen Graf Schwerin, Victor ½, Victor ¾ und die Zeche Ickern. Sie alle prägten die Gegend, gaben in der Blütezeit 16.000 Menschen Arbeit, Wohnraum und soziale Sicherheit. Sie gestalteten eine bäuerliche in eine Stadtlandschaft. In den Jahren 1932 bis 1973 stellten die Zechen bis auf Erin ihre Förderung ein.

Lediglich Castrop hatte bei der Gründung der Zeche Erin schon Ortscharakter mit zwei kleinen Kirchen. Die Ansiedlung der Zeche so nah an einem Ort ist einmalig im deutschsprachigen Raum. Die Sorge vor möglichen Bergschäden war dafür verantwortlich, dass Zechen normalerweise in der Landschaft gegründet wurden. Erst später entstanden Siedlungen und Orte im Schatten der Zechen. Der Castrop-Rauxeler Stadtteil Schwerin ist beispielhaft für diese Entwicklung.

Was ist geblieben vom Bergbau in Castrop-Rauxel? Da sind vor allem Bergarbeitersiedlungen in fast allen Stadtteilen. Außerdem das Bergbeamtenhaus an der Bodelschwingher Straße als bedeutendes Denkmal, das Torhaus der ehemaligen Zeche Ickern. Noch immer Eingang, aber heute zum AGORA-Kulturzentrum. Dank des Engagements des Erin Förder-Turm-Vereins, der Landesregierung, die die Türme unter Denkmalschutz stellte und der NRW-Stiftung, die die Restaurierungskosten übernahm, besitzt Castrop-Rauxel mit dem Hauptförderschacht 7 und dem Hammerkopfturm zwei für das Ruhrgebiet bedeutende Denkmale des Bergbaus.

 

Die Ausstellung im EvK, die bis zum 10. Februar 2019 zu sehen ist, zeigt ausschließlich Stadtansichten, die vom Bergbau geprägt wurden.


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