08.06.2018 13:53

EvK gründet Palliativ-Förderverein

Prominente Unterstützer: Rajko Kravanja und Lisa Kapteinat


Es gibt einen neuen Verein: „Palliativstation im Evangelischen Krankenhaus Castrop-Rauxel e.V.“. Gegründet wurde er am 30. Mai 2018 anlässlich der geplanten Einrichtung einer Palliativstation am EvK . Ziel ist es, die Arbeit auf der Station mit unheilbar Kranken und Sterbenden sowie deren Angehörigen mit Hilfe von Spendengeldern zu fördern, da die übliche Erstattung durch die Krankenkasse nicht ausreicht, um allen Erfordernissen gerecht zu werden. Pfarrer Frank Obenlüneschloß, Theologischer Direktor der Ev. Krankenhausgemeinschaft und Vorsitzender des neuen Vereins, hofft auf möglichst zahlreiche Unterstützer.  

Welche Bedeutung der Palliativmedizin in Castrop-Rauxel gesellschaftspolitisch zugeschrieben wird, zeigte sich darin, dass der Verein bereits bei seiner Gründungsversammlung prominente Unterstützung erfuhr. Denn zu den ersten eingeschriebenen Mitgliedern zählten Castrop-Rauxels Bürgermeister Rajko Kravanja (SPD) und die Landtagsabgeordnete für Castrop-Rauxel, Waltrop und Datteln, Lisa Kapteinat (SPD). Mit ihrer Unterschrift haben sie und 14 weitere Gründungsmitglieder einen ersten Beitrag zur Förderung der Palliativarbeit am EvK geleistet.

Warum ein Förderverein so wichtig ist, erläuterte Palliativmediziner Christoph Schildger, Leitender Abteilungsarzt Gastroenterologie und zukünftig für die ärztliche Leitung der Station zuständig, in einem kurzen Vortrag. Darin stellte er vor, wie die palliativmedizinische Versorgung am EvK aussehen wird. Aus medizinischer Sicht bedeutet dies vor allem eine Linderung quälender Symptome, unter denen die Patienten leiden. Das sind nicht nur Schmerzen, sondern auch eine Vielzahl anderer Beschwerden wie z.B. Übelkeit, unerträglicher Juckreiz oder Kraftlosigkeit.

Die richtige Pflege garantieren Fachkräfte, die die Zusatzausbildung „Palliative Care“ aufweisen. Therapeuten, Psychologen, Seelsorger, Sozialberatung und Ehrenamtliche vervollständigen das multiprofessionelle Team. Das Erfüllen von besonderen Wünschen der Patienten am Lebensende, der größere Personalaufwand und Spezialtherapien oder auch besondere Anschaffungen, die für die schwerkranken Patienten einen Gewinn an Lebensqualität bedeuten, sind die Sonderaufwendungen, die nicht von den Krankenkassen bezahlt werden und deshalb einer Zusatzfinanzierung bedürfen.

Neben einem besonderen stationären Behandlungskonzept ist jedoch auch eine gute Verbindung zu den niedergelassenen Palliativmedizinern elementar, betonte Christoph Schildger. Deshalb freute er sich ganz besonders darüber, dass auch die Castrop-Rauxeler Palliativärzte Dr. Esther Dembski und Dr. Wolfgang Scherbeck zu den Gründungsmitgliedern des neuen Fördervereins zählten.

Der Startschuss für die Bauarbeiten der geplanten Station fällt noch in diesem Jahr, die Fertigstellung ist 2019. Christoph Schildger kündigte für die nächste Zeit noch eine größere öffentliche Informationsveranstaltung an. Hier werden Interessierte weitere Details über das geplante Palliativangebot am EvK erfahren sowie über die Arbeit des neuen Vereins. „Wir freuen uns über jeden, der uns unterstützen möchte – sei es als Vereinsmitglied oder als Spender“, sagte der künftige Leiter der Palliativstation am EvK.

Kontakt:
Palliativstation im Evangelischen Krankenhaus Castrop-Rauxel e.V.
Pfarrer Frank Obenlüneschloß (1.Vorsitzender)
obenlueneschloss@evkhg-herne.de



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