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Oktober 2011

Blütenträume im EvK Herne
Helmut Manfreda stellt bis Dezember Aquarelle an der Wiescherstraße aus

Zarte Farben, filigrane Formen zeichnen die Aquarelle von Helmut Manfreda aus. Blumen-Stilleben verwandeln zur Zeit den Ausstellungsbereich des Evangelischen Krankenhauses Herne vor der Kapelle in einen bunten Garten. „Jetzt kommt die trübe Jahreszeit und da habe ich aus meiner Bildersammlung bewusst eher fröhliche Motive gewählt“, sagt der Künstler.

Helmut Manfreda malt seit seinem 14. Lebensjahr. Das kommt nicht von ungefähr. Die Liebe zur Kunst liegt ihm im Blut. Auch seine Mutter besaß eine Begabung für die Malerei und unterstützte es, wenn der Sohn zu Pinsel und Farbe griff. Die Malerei hat Helmut Manfreds durch sein ganzes Leben begleitet. In der erforderlichen Technik ließ er sich durch verschiedene Künstler unterrichten.

Geboren wurde Helmut Manfreda 1940 in Herne, wo er heute noch lebt. Sein Berufsleben verbrachte er als Brandschutzmeister bei der Herner Feuerwehr. Aus dieser Zeit stammen beeindruckende Bilder, mit denen Helmut Manfreda seine persönliche Auseinandersetzung mit den schrecklichen Folgen des Vietnam-Krieges verarbeitete. Entstanden sind sie damals unter dem Eindruck des regelmäßigen Krankentransports napalm-verbrannter vietnamesischer Kinder.

„In meiner jetzigen Schaffensphase geht es mir jedoch vor allem darum, mit meinen Bildern Freude zu bereiten“, sagt der Künstler, der inzwischen am liebsten Blumen, Landschaften und Pferde malt. Während er in früheren Schaffensphasen am liebsten mit Öl und Leinwand arbeitete, bevorzugt er im Moment die zartere Technik des Aquarellierens.

Doch auch Experimenten gegenüber ist er aufgeschlossen. So plant er in einem neuen Bilderzyklus Aquarellfarben auf Leinwand zu verwenden. Die Ausstellung im EvK Herne läuft bis Dezember 2011.