| Aktuelles |
November 2011
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Neues High-Tech-Verfahren erlöst Sodbrennen-Patienten |
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Sodbrennen oder Reflux verursachen unangenehme Beschwerden: beißend-saures Aufstoßen, Halsschmerzen, Husten oder auch Brustschmerzen. Ein neuartiges Operationsverfahren verspricht sofortige Hilfe für chronisch Reflux-Erkrankte. Durch Einsetzen einer flexiblen Kette aus Titan-Perlen mit Magnetkern erhält der geschwächte Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre Unterstützung, der für den Reflux verantwortlich ist. Dieses neue Verfahren wird in ganz Nordrhein Westfalen nur im Evangelischen Krankenhaus Herne angewandt. |
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Prof. Dr. Matthias Kemen (Bild oben), Chefarzt der Kliniken für Allgemein- und Viszeralchirurgie, hat bereits bei mehreren Patientinnen und Patienten die Titan-Kette eingesetzt - mit Erfolg. Sofort am ersten Tag nach der Operation konnten die Betroffenen wieder normal essen, die Reflux-Beschwerden waren weg. Lediglich Schluckbeschwerden traten in Einzelfällen zwei bis zwölf Wochen nach dem Eingriff auf, die danach aber auch restlos verschwanden. Vorteil des neuen Verfahrens ist, dass der Chirurg keine Änderung an der natürlichen Anatomie des Patienten vornehmen muss im Gegensatz zum herkömmlichen Anti-Reflux-Verfahren. Hierbei wird ein Teil des Magens benutzt, um daraus eine Manschette zu formen, die den Schließmuskel umgibt, um so den Rückfluss der Magensäure zu verhindern. Diese Verengung ist jedoch nicht so flexibel wie das Magnetband aus Titan, das auf jede Schluckbewegung reagiert. Das kann zu Schluckbeschwerden bei den Patienten führen mit der unangenehmen Begleiterscheinung, dass der Patient weder aufstoßen noch erbrechen kann, wenn der Körper es eigentlich verlangt. Der Eingriff erfolgt auf laparoskopischem Wege über einen lediglich knopflochgroßen Schnitt oberhalb des Bauchnabels. Prof. Dr. Matthias Kemen und sein Team benötigen für die Operation etwa 30 Minuten. Dabei wird die Titan-Kette um den betroffenen Schließmuskel gelegt. Die Kette verbleibt im Körper und verursacht keinerlei Beschwerden. Aufgrund des großen Erfolgs im EvK Herne befindet sich das neue Operations-Verfahren inzwischen auch im EvK Castrop-Rauxel in der Testphase. |
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