Klinik für Chirurgie

Als Krankenhaus der Grundversorgung finden Sie bei uns ein umfassendes chirurgisches Angebot. Ein Schwerpunkt liegt bei der schnellen und kompetenten Versorgung von verletzten Patienten nach Arbeits- oder anderen Unfällen. Darüber hinaus ist die Therapie von Verschleißerscheinungen an Knie-, Hüft- oder Schultergelenken ein wichtiger Bereich. Hier sind wir besonders auf die Versorgung älterer Patienten mit einer porösen Knochenstruktur spezialisiert.

Neben einer Unfallchirurgie bieten wir in unserer Klinik auch eine innovative Viszeralchirurgie, in deren Mittelpunkt die minimalinvasive Chirurgie steht. Bundesweit hat die Klinik durch ihre hochspezialisierte Speiseröhrenchirurgie von sich reden gemacht. Eine besondere Expertise besteht in der Behandlung der Achalasie, einer Muskelfunktionsstörung der Speiseröhre. Weitere Schwerpunkte liegen bei der Tumor- und Dickdarmchirurgie sowie bei der Versorgung von Leistenbrüchen.

Die Klinik ist zertifiziertes Mitglied im Traumanetzwerk Ruhrgebiet und ist zugelassen zum Verletzungsartenverfahren (§ 6) der Berufsgenossenschaften.

Leitung

Chefarzt Dr. med. Henning G. Schulz

Chefarzt Dr. med. Henning G. Schulz

Allgemein- und Viszeralchirurgie

Chefarzt Dr. med. Christoph Wiemer

Chefarzt Dr. med. Christoph Wiemer

Unfallchirurgie
Durchgangsarzt

Team

Oberärztinnen und -ärzte


Dr. med. Ljubomir Nilovic

Leitender Oberarzt Visceralchirurgie

Mahmood Abo Mostafa
Leitender Oberarzt Unfallchirurgie

Udo Krohn

Shalal Moustafa

Dr. med. Pravin Thattamparambil


Fachärztinnen und -ärzte


Osman Omer Elbashir Ali

Beriwan Falay

Assistenzärztinnen und -ärzte


Dler Mhmoud
Amer Makhoul
Seungbo Lee
Ahmed Okasha
Ebrahim Khetyar

Sekretariat

Kerstin Rinklake
Fon 02305.102-2231
Fax 02305.102-2440

Behandlungsspektrum

Minimalinvasive Chirurgie

Die minimalinvasive Chirurgie ist der Hauptschwerpunkt des Behandlungsspektrums der Abteilung für Viszeral- und Allgemeinchirurgie unter der Leitung von Chefarzt Dr. Henning G. Schulz. Modernste OP-Techniken sowie ein spezialisiertes Team machen es möglich, dass viele Eingriffe per Bauchspiegelung durchgeführt werden können. Dies gilt für Standard-Eingriffe (Hernienchirurgie, Gallenblase- und Sodbrennen-Operation) in gleicher Weise wie für schwierigere Eingriffe an Magen, Dickdarm und Speiseröhre, die die Tumorchirurgie miteinschließt. Die minimalinvasive Operationstechnik steht dabei in einem Gesamtkonzept eines schonenden und so gering wie möglich belastenden Eingriffs für die Patienten. Zu diesem Konzept gehören wenig belastende Narkoseverfahren, eine optimale nachoperative Schmerztherapie sowie ein schneller Kostaufbau nach der OP. Im Vergleich zu den herkömmlichen Schnittoperationen bietet die minimalinvasive Therapie weitere Vorteile: Zum einen ist das Risiko von Narbenbrüchen und Verwachsungen im Bauch geringer, zum anderen ist das kosmetische Ergebnis durch die kleinen und wenig schmerzenden Narben deutlich besser als bei den herkömmlichen Bauchschnittverfahre

  • Antirefluxchirurgie (Sodbrennen)
  • Operation bei Schluckstörung (Achalasie)
  • Leistenbruchchirurgie
  • Narbenbruchchirurgie
  • Gallenblasenchirurgie
  • Schilddrüsenchirurgie
  • Adipositaschirurgie (Gastric banding)
  • Lösung von Verwachsungen
  • Dünndarm- und Dickdarmeingriffe
  • Polypenentfernung an Magen und Darm
  • Milzentfernung

Micro-Bauchspiegelung

Einige Standardeingriffe (z.B. Gallenblasenentfernung) können bei geeigneten Patienten micro-invasiv durchgeführt werden. Micro-invasiv bedeutet, dass mit miniaturisierten Schnitten und extrem dünnen Instrumenten gearbeitet wird. Wegen der minimalen Durchmesser der Instrumente wird diese Art der Bauchspiegelung im Englischen auch „Needlescopic Surgery“ (Nadel-Chirurgie) genannt, wobei nachoperativ praktisch keinerlei sichtbare Narben auf dem Bauch verbleiben. Detailinformationen stehen unter www.minilaparoskopie.de zur Verfügung.

Tumor- und Dickdarmchirurgie

Bösartige Tumoren müssen in der Regel chirurgisch entfernt werden, um eine definitive Heilung der Tumorerkrankung zu gewährleisten. In Einzelfällen kann es sinnvoll sein, den jeweiligen Tumor vor der Operation durch Bestrahlung und/oder Chemotherapie zu verkleinern, um die Heilungschancen zu verbessern und den Eingriff so schonend wie möglich durchführen zu können. Viele Tumoroperationen können per Bauchspiegelung durchgeführt werden, so dass die Belastung für den Betroffenen minimiert werden kann (vgl.: Absatz „Minimal-invasive Chirurgie). Dies gilt insbesondere für Krebserkrankungen des Dick- und Enddarmes, wobei Tumoren des Enddarmes teilweise auch über ein spezielles Operationsendoskop (TEM) ganz ohne einen Bauchschnitt angegangen werden können.

  • Magentumoren
  • Dick- und Dünndarmtumore
  • Bauchspeicheldrüsentumore
  • Lebertumore
  • Gallenblasentumore
  • Dick- und Enddarmtumore
  • Sigmadivertikulose/-itis
  • entzündliche Darmerkrankungen
  • mikrochirurgische Eingriffe am Enddarm über den After (TEM)
  • Hämorrhoiden
  • Enddarmvorfall

Hernienchirurgie

Hernien (Bauchwandbrüche) können an verschiedenen Regionen der Bauchwand auftreten. Die typische Lokalisation ist die Leistenregion, wobei Hernien auch im Bereich ehemaliger Narben nach größeren Schnittoperationen (Narbenbruch) entstehen können. Leisten- und Narbenhernien können per Bauchspiegelung mittels Kunststoffnetzen verschlossen werden. Auch in diesem Bereich kommen die Vorteile der minimal-invasiven Chirurgie zum Tragen. Die implantierten Kunststoffnetze sind titanbeschichtet, werden vom Körper deshalb gut angenommen und gewährleisten eine schnelle nachoperative Belastbarkeit.

Speiseröhrenchirurgie

Das Team um Dr. Henning G. Schulz beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den gutartigen Erkrankungen der Speiseröhre. Dazu gehören die Sodbrennen-Erkrankung, Divertikel und seltene Pumpfunktionsstörungen der Speiseröhre (z.B. Achalasie), die entweder in Zusammenarbeit mit der Gastroenterologie (Dr. Holger Gespers) per Magenspiegelung oder aber per minimal-invasiver Chirurgie therapiert werden können. Detailinformationen stehen unter www.sodbrennen.net zur Verfügung.

Endokrine Chirurgie

Die endokrine Chirurgie, insbesondere die Schilddrüsenchirurgie nimmt einen großen Stellenwert innerhalb des Behandlungsspektrums der Chirurgie ein. Schilddrüsen(teil)entfernungen können bei einigen Patienten ebenfalls über kleinste Schnitte unter endoskopischer Sicht entfernt werden. Der Einsatz des Nerven-Monitorings während der Operation minimiert das Risiko der Stimmbandverletzung.

  • Schilddrüsenchirurgie
  • Nebenschilddrüsenchirurgie
  • Schilddrüsenkarzinome

Unfallchirurgie

Im EvK Castrop-Rauxel können sämtliche Unfälle erfolgreich versorgt werden. Eine hochspezialisierte personelle und medizintechnische Ausstattung bietet die Voraussetzung, auch Schwerverletzte nach Arbeitsunfällen gemäß der Vorgaben des berufsgenossenschaftlichen §-6-Verfahrens zu behandeln. Dr. Christoph Wiemer, Unfall- und Wiederherstellungschirurg, besitzt die offizielle Zulassung als Durchgangsarzt.

Für einen guten Heilungsprozess und eine möglichst schnelle Rückkehr in einen selbstständigen Alltag sorgt nach der medizinischen Behandlung das Physiotherapeuten-Team des EvK. So früh wie möglich setzen individuelle krankengymnastische Therapiemaßnahmen ein, um die verloren gegangene Beweglichkeit oder Gehfähigkeit zurückzugewinnen.

Pathologische Frakturen

Pathologische Frakturen, das heißt Knochenbrüche verursacht durch Krebsmetastasen, bedürfen eines speziellen Operationsverfahrens. Durch mechanische Hilfsmittel, wie Marknagelung mit Knochensegmentersatz, kann der Knochen bis zur vollen Belastbarkeit stabilisiert werden (Überbrückungsosteosynthesen, Gelenkersatz).

Eine spezielle Knochenbruchversorgung ist auch für ältere Patientinnen und Patienten mit Osteoporose erforderlich. Hier bietet die Abteilung für Unfallchirurgie modernste Osteosyntheseverfahren mit winkelstabilen Platten. Von Vorteil für ältere Patienten ist die enge Kooperation mit den Fachabteilungen für Geriatrie, Innere Medizin und Neurologie. So ist auch beim Auftreten mehrere Krankheitsbilder gleichzeitig (Multimorbidität) eine optimale Rundumversorgung gewährleistet.

Kniechirurgie

Schwerpunkte in der Kniechirurgie bilden die Kreuzbandchirurgie und die Knorpeltransplantation. Der Kreuzbandriss zählt zu den klassischen Sportverletzungen. Die Kreuzbandersatzplastik stabilisiert das Kniegelenk und schützt es vor vorzeitigem Verschleiß. Die Operation erfolgt arthroskopisch und ist besonders gelenkschonend. Der Kreuzbandersatz wird entweder aus der Patellarsehne unterhalb der Kniescheibe oder aus einer Sehne an der Rückseite des Oberschenkels (Semitendinosus) entnommen.

Hand- und Fußchirurgie

Frakturen, beschädigte Nerven, Sehnen und Gefäße können vom Chirurgen-Team des EvK so versorgt werden, dass die betroffe Stimmnervenverletzung. versorgt werden, dass die betroffene Hand wieder voll funktionstüchtig ist. Minimalinvasive
Eingriffe, für die nur millimetergroße Schnitte notwendig sind, setzen den Patienten einer deutlich geringeren Belastung aus als bei einem herkömmlichen Eingriff.

In der Fußchirurgie werden neben Verletzungen auch Fehlbildungen behandelt, die im Laufe des Lebens entstanden sind, wie der Hammerzeh oder der Hallux valgus.

  • Osteosynthese am Handskelett
  • mikrochirurgische Versorgung von Nerven-, Sehnen- und Gefäßverletzungen
  • Korrekturen von angeborenen und erworbenen Erkrankungen
  • sämtliche Osteosyntheseverfahren am Fuß
  • Korrekturoperationen von angeborenen und erworbenen Fehlstellungen
  • Dekompressionsoperationen bei Nerveneinengungssyndromen im Bereich des Fußes

Weitere Informationen

Infobroschüren

Aktuelles

EndoStim
Chefarzt Dr. med. Henning Schulz
Platzierung des Schrittmachers

Schrittmacher vertreibt Sodbrennen

Bundesweit einmaliges OP-Verfahren am EvK Castrop-Rauxel

Sodbrennen oder auch Reflux ist ein Leiden, das vielen Menschen schon den Gedanken an Essen und Trinken vergällt. Magensäfte, die nach jeder Mahlzeit ein unerträgliches Brennen in Hals und Speiseröhre auslösen, machen das Leben zur Qual. EndoStim ist der Name eines neuen OP-Verfahrens, das hier Abhilfe schaffen kann. Dr. Henning G. Schulz, Chefarzt der Klinik für Chirurgie am Evangelischen Krankenhaus Castrop-Rauxel, ist der erste Mediziner in Deutschland, der diese Therapie anbietet. 



„Aus meiner Sicht ist dieses System eine echte Sensation, da es die Selbstregeneration des Körpers ermöglicht“, sagt Dr. Schulz. Denn durch EndoStim wird der Muskel, der für den unangenehmen Rückfluss der sauren Magensäfte in Rachen- und Mundraum verantwortlich ist, so trainiert, dass er nach rund 6 Monaten seine Schließfunktion wieder ausüben kann. Bisherige Erfahrungen mit dem System zeigen, dass über 90 Prozent der Patienten nach dem Eingriff ihre Medikamenteneinnahme komplett aussetzen konnten. 
Nur 40 Minuten braucht Dr. Henning G. Schulz, um den EndoStim per Schlüssellochchirurgie zu implantieren. Zwei feine Elektroden werden in dem Schließmuskel zwischen Speiseröhre und Mageneingang eingesetzt. Der Impulsgeber selbst, d.h. der Schrittmacher, wird in der Bauchdecke unter der Haut implantiert. Von diesem Schrittmacher aus wird den Elektroden Strom zugeführt, der mit schwachen elektrischen Impulsen für eine Kräftigung des Schließmuskels sorgt. 



Der Schrittmacher ist für einen normalgewichtigen Patienten nicht spürbar. Mit seinen Maßen - 47 mm breit, 59 mm lang, 9 mm dick, 49 g schwer - ähnelt er einem Herzschrittmacher. Die Batterieleistung des Geräts hält 10 Jahre. Es gibt erste Hinweise, dass der Schließmuskel nach einigen Monaten „Muskeltraining“ durch die Stimulation so viel eigene Kraft entwickelt, dass er auch ohne elektrische Impulse wieder normal funktioniert. 



Kontakt

Dr. Henning G. Schulz, Fon 02305.102-2231

www.sodbrennen.net